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 Kurt Bauer  


Kärntner Nationalsozialisten im Anhaltelager Kaisersteinbruch,
März 1934

 

 



Forschungsprojekt NS-Sozialstruktur

Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz
Projektmitarbeiter: Ass.-Prof. Dr. Wolfgang Meixner (dzt. Vizerektor für Personal der Universität Innsbruck) und Dr. Kurt Bauer
Institution: Ludwig-Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft

Ziel des vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank geförderten Projektes "Die Sozialstruktur der illegalen NS-Bewegung in Österreich (1933-1938)" ist es, auf Basis unterschiedlicher serieller Quellenbestände und eines einheitlichen, aber variablen Methodenkonzeptes empirisch fundierte Aussagen zur sozialen Struktur der illegalen NS-Bewegung in Österreich von 1933 bis 1938 zu machen.

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In vier aufeinander bezogenen und durch ein spezifisches Methodenkonzept miteinander verknüpften Teilstudien wird ein breites Spektrum an Parteimitgliedern, "Alten Kämpfern", illegalen Aktivisten, mehr oder weniger treuen Anhängern und Sympathisanten der NSDAP erfasst. Der Pluralismus der verwendeten Methoden und Quellen bei einheitlicher Strukturierung und streng regelgeleitetem Forschungsablauf wird es ermöglichen, die Vielfalt einer komplex strukturierten Gesellschaft adäquat zu erfassen. Die gestaffelte Gliederung der Teilstudien wird einen umfassenden Einblick in die Herkunft und Motivation der Nationalsozialisten in deren Verbotszeit in Österreich gestatten und damit einen essentiellen Beitrag zur Frage nach den Ursachen und Hintergründen des "Anschlusses" Österreichs an das Deutsche Reich leisten.

Die Datenerfassung für die von Kurt Bauer betreuten Projektteile

- Illegale Nationalsozialisten in Wien 1933-1938 ("Wien-Erhebung")
- Die nationalsozialistischen Häftlinge der österreichischen Anhaltelager 1933-1938 ("Wöllersdorf-Erhebung")

ist seit Anfang 2010 abgeschlossen. Die "Wien-Datenbank" umfasst die Daten von rd. 1300, die "Wöllersdorf-Datenbank" von rd. 8500 Personen. Die Auswertung der Daten und die Interpretation der Ergebnisse ist derzeit im Laufen. Ergebnisse sind für den Frühherbst 2010 zu erwarten.


Kontakt: Kurt Bauer